s-schall

Alter: 35 Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 141 Wohnort: Goslar
Band(s): Nautilus 2
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Verfasst am: 19.02.2008 12:05 Titel: THE CURE IN HAMBURG |
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Wenn andere Bands längst ihre letzte Zugabe hinter sich haben, drehen The Cure erst richtig auf: Einen mitreißenden Konzert-Marathon von 3 Stunden und 15 Minuten haben am Freitag die Besucher in der Color Line Arena in Hamburg erlebt.
Fast 14.000 Fans in der Color Line Arena feierten die Band aus England, die in den vergangenen Jahren nicht allzu viele Konzerte gegeben hatte. Vor allem Sänger Robert Smith musste gar keine große Show liefern, um seine Anhänger bis in die hinteren Reihen und selbst auf den Rängen zum Tanzen und Mitsingen zu bewegen. Meist rührte er sich - die Haare wie gewohnt wild toupiert und im Schlabberlook – hinter dem Mikrofon kaum vom Fleck. Nur hin und wieder legte er seine Gitarre ab und tapste ein wenig am Bühnenrand herum. Von Smiths' genuschelten Kommentaren war allenfalls hin und wieder ein „Thank you“ zu verstehen.
Aber so etwas wie eine Bühnenchoreographie erwarten Cure-Fans, von denen auch einige aus Skandinavien, den Niederlanden und aus England nach Hamburg gereist waren, sowieso nicht. Was zählt, sind die Songs, und die spielte das Quartett so brillant wie zahlreich. Weit mehr als 30 waren es insgesamt – das reicht manchen Bands locker für zwei Konzertabende.
Um 20 Uhr geht das Licht aus und drei Musiker schlurfen auf die Bühne. Vorne rechts findet der Bassist Simon Gallup seinen Posten, links der Gitarrist Porl Thompson, und hinter einer Batterie aus Trommeln und Becken verschanzt sich Jason Cooper. Ein paar Schritte hinter den anderen tritt der Sänger Robert Smith aus dem Dunkel.
Die Vier hören sich die sanften Töne vom Band (Walgesänge) noch ein bisschen an und fallen schließlich in eine instrumentale Begrüßung ein. Minutenlang schicken sie die behäbige und hymnische Melodie des Plainsong in jeden Winkel der Arena. "'I think it's dark and it looks like rain' you said, 'and the wind is blowing like it's the end of the world' you said, 'and it's so cold it's like the cold if you were dead', and then you smiled for a second", singt Smith. So sind The Cure: Am Ende der Welt, es ist dunkel, es ist kalt, wahrscheinlich wird es gleich regnen, lächeln wir also.
Stücke vom neuen Album, das in diesem Jahr erscheinen soll, waren ebenso zu hören wie „10.15 Saturday Night“ und „Killing An Arab“ - die Songs von The Cures erster Single von 1978. Am höchsten ging es bei den großen Hits der Band her – etwa bei „Boys Don't Cry“ oder „Lullaby“. Aber auch das düstere „A Forest“ und das im Gegensatz dazu überaus poppige „Just Like Heaven“ bejubelten die Fans lautstark.
Mit optischen Effekten hielt sich die Band angenehm zurück. Mal war die Bühne in Rot, mal in bunte Farben getaucht. Zu den düsteren Stücken blitzte hin und wieder Stroboskoplicht auf. Über die Leinwand hinter den Musikern flimmerten unaufdringliche Projektionen. Bei „Lullaby“ – Ende der 80er von einem extravaganten Videoclip begleitet und bis heute die erfolgreichste Single der Band in Deutschland - blieb der Bühnenhintergrund sogar so schwarz wie Robert Smiths Hemd.
Als das Saallicht dem Konzert von The Cure um 23 Uhr 20 ein Ende macht, will kaum jemand gehen. Dreieinhalb Stunden hat die Band in der Hamburger Color-Line-Arena gespielt, fast vierzig Stücke. Den meisten Zuschauern ist das nicht genug. Sie möchten Ihre Helden am liebsten die ganze Nacht hören und sehen. Hoffentlich dauert es diesmal nicht wieder 4 jahre bis zu meinem 11 The Cure Konzert... |
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