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Overburn
Alter: 27 Anmeldungsdatum: 11.11.2005 Beiträge: 1509 Wohnort: Hattingen (Ruhrgebiet)
Band(s):
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Verfasst am: 01.06.2007 09:36 Titel: [Review] Dream Theater - Systematic Chaos |
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Es ist soweit, das neue Album "Systematic Chaos" von Dream Theater steht in den Läden. Es ist das erste beim neuen Label Roadrunner Records. Wie immer wird es von vielen Fans voller Skepsis erwartet. Die beiden vorab veröffentlichten Tracks sorgten für heftige Diskussionen. Doch sind sie wirklich ein Abbild des ganzen Albums? Hier das Review:
Los geht es mit "In the Presence of Enemies PT1". Der neunminüter legt gleich mit einem Gitarrensolo los. Hier darf John Petrucci die nächsten 5 Minuten zeigen was er so drauf hat. Das wirkt in keinster Weise angeberhaft oder gar nervig. JP spielt die schönsten Melodien sein Awake und zeigt das er nicht nur shreddern kann. Ab Minute 5 setzt dann James LaBries Gesang ein. Und auch hier ist eine klar Verbesserung zu erkennen. Die Umstellung seiner Gesangstechnik zeigt hier Wirkung. Schöner Track.
Als nächstes kommt Forsaken: Ein Song über Vampire... Ja gut, wers mag... Textlich so ziemlich die unterste Schublade von DT. Das ging schon besser. Man beachte die Texte auf Awake oder I&W. Muskalisch klingt es wie eine Rock/Popballade. Das wird live sicher der Mitsinger Nummer 1. Mir persönlich alles zu kitschig und zu dick aufgetragen.
Constant Motion:
Die erste Single. Hier krachts ordentlich. Im Stile der alten Metallica shoutet JLB wie seinerzeit James Hetfield ins Mikrofon. Unterstützt wird das ganze durch Mike Portnoys markanten Gesang, überhaupt ist dieser auf diesem Album präsenter als je zuvor. Der Track hat zwar nicht viel mit Prog zu tun, rockt aber ordentlich.
The Dark Eternal Night:
Jetzt wirds böse. Getragen von einem sehr schweren Riff auf der siebensaitigen E-Gitarre wird die Geschichte eines Monsters (again: wers mag und so...) erzählt. Der Bass, das Schlagzeug und die Gitarre scheinen sich direkt in die Bauchgegend einzuprügeln. Vielleicht das härteste was DT je produziert haben. Dazu verzerrter zweistimmiger Gesang. Oder besser Rap. Dazu ein cleaner Refrain. Mit einer aberwitzigen Instrumentalsektion in der Mitte. Rockt derbe!
Repentance:
Huch, das Riff kenn ich aus "The Dying Soul". Aber hier wird es clean gespielt. Der neuste Track aus Mike Portnoys AA-Saga ist eine Ballade. Und was für eine. James singt entspannt, die Instrumentalsektion hällt sich entspannt zurück. Hier geht es nicht ums frickeln. Hier geht es um mehr. Abgeschlossen werden die beiden Strophen von JPs besten Solo. Zum Abschluss kommen Größen aus der Rockszene zu Wort. Unter anderem Satriani, Steve Wilson und viele mehr. Sie alle berichten von Situationen die sie bereuen. (Repentance = Reue) Eine Gänsehautsong.
Prophets of War:
Hey, hat da wer Muse auf das Album gepackt? Ach nee, is schon richtig.
Es geht um den Irakkrieg oder besser den Weg dahin. Ein sehr politischer Song. Alles sehr episch und groß angelegt. Bei weitem aber nicht so kitschig wie Forsaken.
The Ministry of Lost Souls:
Der Song beginnt auch sehr sehr episch. Dann wird er aber unvermittelt zu einer schönen Ballade. Hier sind deutlich die Trademarks von JP zu hören. Hier wird eine schöne Geschichte erzählt. Der Mittelteil mit den überlangen Soli erinnert stark an "Scenes from a Memory". Mein Favorite!
In The Presence of Enemies PT2.:
Weiter gehts. Es wird düster. Los gehts mit einer Pianomelodie. Dann setzt James Gesang ein. Der Song klingt wie eine Zusammenfassung des ganzen Albums. Am Ende natürlich ein DT-Typisches Finale. "A Change of Season" bleibt in der Beziehung immer noch ungeschlagen.
Fazit:
Ein schönes Album. Bis auf ein paar Texte keine wirklichen Ausfälle. Die Produktion ist einiges organischer und warmer als noch auf Train of Thought und nicht ganz so poppig wie Octavarium. DT haben sich auf alte stärken besinnt. Schöne Melodien, schnelle Soli, guter Gesang. Alles in einem gesunden Mix. Ihr stärkstes Album seit "Scenes from a Memory".
Overburn _________________ Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu.
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der_kai Moderator

Alter: 39 Anmeldungsdatum: 25.07.2005 Beiträge: 3968 Wohnort: GS
Band(s): Spectrodize tubeless Voice2Bass Nitewalk
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Verfasst am: 01.06.2007 10:07 Titel: |
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Cooler Review! Bin auf die CD gespannt.
BTW: Wer sie noch nicht hat bekommt sie hier...
CD bei Amazon bestellen und SYLB unterstützen  _________________ "Artilleriefeuer brach in einem Fenster hoch über ihnen los, aber es wurde nur ein Baßgitarrist dafür erschossen, daß er dreimal hintereinander denselben falschen Riff gespielt hatte [...]" (aus "Macht's gut, und danke für den Fisch" - Douglas Adams) |
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Overburn
Alter: 27 Anmeldungsdatum: 11.11.2005 Beiträge: 1509 Wohnort: Hattingen (Ruhrgebiet)
Band(s):
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Verfasst am: 01.06.2007 12:25 Titel: |
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Special Edition:
_________________ Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu.
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