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Ich-Geschichten - Von Julian Ohm

 
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Wishmaster



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BeitragVerfasst am: 19.12.2010 21:45    Titel: Ich-Geschichten - Von Julian Ohm Antworten mit Zitat

Hier werden in der kommenden Zeit Texte von mir erscheinen, die zum Nachdenken anregen sollen.

Name der ersten Geschichte: Roter Schnee.
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BeitragVerfasst am: 19.12.2010 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich-Geschichten – Von Julian Ohm


Roter Schnee



Hungrig sitze ich zwischen meiner Mama und meinen Geschwistern. Sie wärmen mich und schützen mich vor dem eisigen Wind. Die Sonne scheint heute sehr hell und spendet ebenfalls Wärme. Ich wünschte, ich hätte kein weißes Fell, sondern ein dunkleres. Dann wäre mir jetzt genau so warm, wie meiner Mama.

Dort hinten zwischen den anderen Kindern erkenne ich mitten auf der großen, weißen Fläche meinen Papa. Er beeilt sich, weil er weiß, wie hungrig wir sind. Anscheinend hat er gute Beute gefunden, denn er zieht eine breite, rote Spur hinter sich her. Doch als er näher kommt, erkenne ich, dass er keinen Fisch im Maul hat. Er trägt ein Gesicht, was ich von ihm noch nie gesehen habe. Der Blick ist leer, er zittert am ganzen Körper. Was ist mit ihm passiert? Sein Fell ist auf der Unterseite ganz rot. Panisch versucht er sich von dem vielen Blut zu befreien.



Plötzlich höre ich ein grollendes Geräusch. Es kommt immer näher und wird irgendwann so laut, dass alle anderen Familien panisch über das Eis rennen. Am Himmel taucht etwas auf. Etwas Riesiges. Es muss ein Feind sein, sonst würden die anderen nicht in Panik geraten. Das fliegende Ding landet inmitten der anderen Kinder, die versuchen, so schnell wie möglich weg zu kommen.

Doch auf einmal geht alles ganz schnell. Lebewesen mit grellen Farben stürmen die Eisfläche. Sie scheuchen unsere Artgenossen auf. Plötzlich kommt eine dieser Gestalten genau auf mich und meine Familie zu. Mein Papa fängt an zu brüllen, um uns zu schützen. Als ich mich zu ihm drehe, sehe ich, wie ihm mit einem gefährlichen Gegenstand auf den Rücken geschlagen wird. Ein schlag trifft jetzt seinen Kopf und er bleib regungslos liegen. Meine Geschwister fangen an zu schreien, meine Mama versucht weg zu laufen.

Als ich an mir runter sehe, sehe ich, wie mein weißes Fell viele rote Flecken abbekommen hat. Neben mir fällt plötzlich etwas auf den Boden. Es ist Papa …. Nein. Es ist sein Fell. Was haben die ihm angetan? Ich traue mich nicht, nach ihm zu sehen und versuche ebenfalls wegzurennen.

Plötzlich erwischen sie meine Mama. Einer der Männer schleift sie an einem Harken hinter sich her. Als sie sich vor Schmerz windet und sich wehrt, reißt der Mann ihr das Fell vom Körper und nimmt es mit.

Allmählich entfernen sich die grellen Gestalten von uns, und ich sehe, wie sich der Schnee auf der gesamten Scholle mehr und mehr rot färbt.

Dann sehe ich meine Mama an. Sie lebt, schaut mich mit traurigen Augen an. Sie atmet schwer und kann sich kaum bewegen. Sie haben ihr bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen und jetzt liegt sie vor mir. Ich liege weinend vor ihr. Nach kurzer Zeit wird sie plötzlich ganz ruhig, sie hört auf zu zittern und zu atmen. Ihre Augen werden blass. Ich bleibe noch sehr lange bei ihr liegen.

In der Ferne höre ich meine Geschwister rufen. Ich wende mich von Mama ab und beginne, nach ihnen zu suchen. Jetzt ziehe ich auch eine rote Spur hinter mir her, so wie mein Papa, als er vom Fische Fangen wieder kam (…)
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DasJoch




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BeitragVerfasst am: 19.12.2010 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

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Wishmaster



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Folxmund
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BeitragVerfasst am: 19.12.2010 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Mir wird ganz anders, jedes mal wenn ich sowas sehe. Schrecklick. Was sind das für Menschen.
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BeitragVerfasst am: 20.12.2010 04:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ist ja schön und gut, bzw. furchtbar. Aber oftmals erkenne ich eine trügerische Doppelmoral in solchen Texten. Denn die Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt noch, oder?

Ich selbst esse auch Fleisch, erkenne dennoch das Prädikat "Nutztier" nicht an. Ich mache keinen Unterschied zwischen einer Robbe oder z. B. einem Kalb, welchem das Fell über die Ohren gezogen wird.



Was ich damit sagen will: Entweder ganz - oder gar nicht. Meine Meinung.

P.S. Die schreckliche Robbenjagd geschieht natürlich aus Profit - die Väter wollen nämlich ihre Familien zu Hause auch satt bekommen. So furchtbar es ist - so ist das Leben.

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(z. B. Döner, Hamburger, Schuhe)



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(z. B. Spanferkel; später dann Currywurst, Schinken & Co.)

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(wahrscheinlich irgendwann mal z. B. Chicken Mc Nuggets)

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(z. B. Fischstäbchen)

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(knusprig zu Weihnachten?)

usw. usw. usw. ..wobei das alles nicht den qualvollen Tot der Robben entschuldigen soll

Exclamation
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Diarrhea, but no key to the loo
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