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Dream Theater - Black clouds and silver linings - Review
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Matteff



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BeitragVerfasst am: 24.06.2009 10:34    Titel: Dream Theater - Black clouds and silver linings - Review Antworten mit Zitat

Hey ho,

ich dachte mal ich schreibe eine kleine Review zum neuen Dream Theater Album.
Seit Scenes From A Memory, dem 1999ger Konzeptalbum misslang es der Band ein 100%tig überzeugendes Album abzuliefern.
Einen wirklichen Fehlschlag gab es zwar nicht, jedoch gab es immer ein paar Ecken und Kanten und jede Menge Diskussionsgrundlage für Kritiker und Fans.
Da gibt es das weitumstrittene six degrees of inner turbulence, das thrashige train of thought, der krasse Gegenzug Octavarium, das wiederum interessante Systematic Chaos und nun Black Clouds And Silver Linings.
Da, die Band in diesem Jahr bereits ihr 20 jähriges Bestehen feiert, wurden seitens der Fans und auch der Band hohe Erwartungen an dieses Album gesetzt.
Und meiner Meinung nach ist dies auch recht gut geglückt. Black Clouds ist gespeist mit 6 Tracks. Davon 4 mit einer Länge von 10-20 Minuten.
Das Album enthält die Dream Theater typischen Riffs, Melodien und Vertracktungen. Ohne Frage, so dürfen DT klingen.
Hier die kurzen Statements zu den einzelnen Songs:

1. A nightmare to remember
Ein ziemlich heftiger Opener. Ziemlich harte Riffs und ein für meinen Geschmack sich an seinen äußersten Grenzen befindlicher Mike Portnoy. Smile In Ansätzen hat der Gute hier vielleicht etwas übertrieben. Smile
Der Song wirkt von Anfang an gleich sehr proggy. Verspielte Gitarren- und Keyboard Parts leiten uns durch das Instrumentalintermezzo.
Im weiteren Songverlauf folgen recht coole Vocal Parts von LaBrie. Schöne harmonische Refrains mit für DT untypisch cool gesetzten Harmony-Vocals der Herren LaBrie, Petrucci und Portnoy. Es folgen die typsischen langen Soli von Petrucci und Keyboarder Jordan Rudess. Der Song macht durchaus Spaß. Zum Schluss legt Portnoy noch eine etwas seltsam wirkende Blast-Section ein. Naja. Hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen. Ist eher amüsant. Smile
Insgesamt wirkt die Bass-Drum mal wieder etwas aufdringlich. Das kennen wir ja bereits von The Dark Eternal Night.

2. A rite of passage
Die erste (und wahrscheinlich einzige??) Singleauskopplung des Albums.
Hey... man hört ja mal den Herren Muyung Bass spielen. Wink Schade, dass er im weiteren Verlauf des Albums stark untergeht. Auch am Songwriting scheint er eher weniger beteiligt zu sein als z.B. noch auf Scenes From A Memory.
Dieser Song hier hat eine etwas nervig gesungene Strophe von LaBrie. Das auf böse gemachte klingt bei ihm einfach nicht cool. Das stimmige Verhältnis der Instrumente untereinander passt auch nicht so richtig. Die Drums wirken etwas steif, die Gitarren etwas lasch. Komischerweise habe ich aber auch nur bei dieser Nummer dieses Gefühl. Der Refrain ist schön gesetzt und macht Spaß. Etwas viel von Petruccis Stimme. Die Backings hätten dezenter sein können.
Die Solo Parts reißen mich nicht vom Hocker. Sicher toll gespielt. Passt aber irgendwie nicht in den Song. Auch Rudess´s Sound wirkt blechernd und etwas kitschig. Eigentlich ungewöhnlich für ihn.
Auch der Übergang in den Schluss Refrain wirkt drankonstruiert.
Alles in allem ein eher durchschnittlicher Song.

3. Wither
Eine allein von Herrn Petrucci komponierte Halbballade.
Hey, cool. Habe ich von DT so noch nicht gehört. Der Track flutscht schön in die Ohren und ist sehr angenehm zu hören. Wirkt weder kitschig noch langweilig. Tolle Vocals, tolles Arrangement, tolle Soli. Nicht mal mehr übertrieben. Wirklich ein sehr songdienliches Lied.
Mit seinen 5 1/2 Minuten auch die kürzeste Nummer der Scheibe.

4. The Shattered Fortress
Der letzte Part der 12-teiligen AA-Suite von Mike Portnoy. Seit Six Degrees... schreibt Mike lyrics über seine ehmalige Alkoholabhängigkeit und dem Entzug. In insgesamt 5 Songs (jeweils einer auf jedem der letzten 5 Alben) berichtet er darüber.
Dabei ist auffällig, dass Fragmente aus anderen AA-Suite Songs mit verbaut werden. Sowohl lyrisch als auch musikalisch. Es ist interessant zu hören, wie bereits bekannte Riffs und Hooks neu verbaut werden.
In diesem Song ist das deutlich auffälig, da sich viele alte, bekannte Riffs dort befinden. Diese werden intelligent und cool im neuen Arrangement verpackt. Ich finde es sehr cool. Auch wenn wenig "Neues" in dem Song ist. Einer meiner Favouriten des Albums.

5. The Best Of Times
Eine weitere lyrische Beigabe von Mike Portnoy. Der Song thematisiert den Tod und das Krebsleiden seines Vaters. Ein sehr persönliches Lied von Mike. Musikalisch sicher eher unspektakulär. Der Song ist wenig proggy. Das Hauptthema, welches von Gitarre und Keyboard des Öfteren vorgetragen wird, kommt einem irgendwie bekannt vor. Aber woher, fällt mir einfach nicht ein. Die Vocals sind eher langweilig.
Zum Schluss ein super geiles Gefühls-Solo von John Petrucci. Davon hört man gern mehr.
Alles in allem aber ein weniger interessanter Song.

6. The Count Of Tuscany
Wow. Also das absolute Highlight des Albums. Der längste Song des Albums mit seinen knapp 20 Minuten überzeugt mich in vollster Länge.
Der Song ist in sich stimmig und lässt keine Langeweile aufkommen. Nichts wirkt aneinandergeklatscht oder konstruiert. Toller Refrain, tolle Soli, cool proggige Parts. Ein tolles Lap-Steel Solo, pompöser Schluss.
Mehr ist so auf Anhieb nicht zu sagen.

Fazit:
Es ist zwar immer noch nicht 100% perfekt aber deutlich cooler als z.B. Octavarium oder Six Degrees...!
Ein toller Anschluss zum für meinen Geschmack schon sehr coolem Systematic Chaos.
Ab und zu hat man das Gefühl die Herren mussten jetzt unbedingt noch einen Part hinten dran hängen. Bei Scenes from a memory saß jede Melodie, jedes Riff, jede Hook an der richtigen Stelle. Das haben die Jungs bis heute noch nicht ganz geschafft. Sie rücken aber immer näher.
Das Album an sich ist stimmig und toll.

Rating: 13/15 Punkte



Favourite Tracks im Ranking:

1. The Count Of Tuscany / A nightmare to remember / The shattered fortress
2. Wither
3. A Rite of passage / The Best of Times
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Slayed|Dreamer
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BeitragVerfasst am: 24.06.2009 11:17    Titel: Re: Dream Theater - Black clouds and silver linings - Review Antworten mit Zitat

Matteff hat Folgendes geschrieben:
In Ansätzen hat der Gute hier vielleicht etwas übertrieben.



Merke: Mike Portnoy übertreibt NIEMALS! Shocked Shocked Shocked

Laughing
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BeitragVerfasst am: 24.06.2009 11:50    Titel: Re: Dream Theater - Black clouds and silver linings - Review Antworten mit Zitat

Slayed|Dreamer hat Folgendes geschrieben:
Merke: Mike Portnoy übertreibt NIEMALS! Shocked Shocked Shocked
Laughing


Doch - das mit dem blauen Bart fand ich ganz schon übertrieben.

Und Snareblast ??? Confused

ge' bitte ...
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BeitragVerfasst am: 24.06.2009 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab noch nicht oft genug durchs Album gehört, sehe es aber auch im oberen Drittel der Banddiskographie.
A Rite of Passage ist für mich eine unspektakuläre Single. NIcht schlecht aber auch nicht gerade der Kracher.

@Matteff: hast du die 3CD Version mit den Coverversionen und den Instrumentalmixen? Gerade die Covers sind sehr zu empfehlen.


In der hypermegaspecialsuperduperpenis-edition ist auch noch ne DVD mit allen Spuren der Aufnahmen dabei. Weiß nicht ob man das braucht ist aber ne nette dreingabe um sich ein paar Details genauer anzuhören.

Bin mal auf das Konzert heute Abend gespannt (Amphitheater Gelsenkirchen). Neal Morse macht die vorgruppe und zur Zeit ist das Wetter einfach nur geil! Very Happy

Gruß
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BeitragVerfasst am: 24.06.2009 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Viel Spaß Overburn. Smile
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Slayed|Dreamer
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Overburn hat Folgendes geschrieben:
In der hypermegaspecialsuperduperpenis-edition ist auch noch ne DVD mit allen Spuren der Aufnahmen dabei. Weiß nicht ob man das braucht ist aber ne nette dreingabe um sich ein paar Details genauer anzuhören.


Gabs das nicht schonmal irgendwo?
Da konnte man sich dann das Album nochmal für sich mixen und mastern quasi. Janz individudings.
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Overburn



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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

@SlayedDreamer: von anderen bands weiß ich das nicht.

Ich schreib mal meinen Konzertbericht einfahc hier rein:

Konzert gestern war gut aber nicht spektakulär. Vom neuen Album wurde erwartungsgemäß nur "A Rite of Passage" gespielt. Dafür gabs für alle früh angereisten "A Nightmare to remember" beim Soundcheck zu hören.

Neal Morse als Vorband war das Highlight des Abends. Er war richtig gut aufgelegt. Größter Gänsehautmoment war das Duett mit seinem Sohn (Cradle to the grave). Beim abschließenden Lifeline ist er dann erstmal ins Publikum gerannt und hat ausgiebig Umarmungen verteilt. Dieser Mann lebt seine Musik.

DT selber war auch sehr gut drauf. Wie schon geschrieben hielt die Setliste keine Spektakuläremn Songs bereit. Erwähnenswert sind auf jeden Fall "Caught in a Web", "Erotomania" und "Voices" von der Awakescheibe, sowie "Hollow Years" mit erweiterter Bridge. Die Zugabe bestand aus einem Medley von "Metropolis Part I", "Learning to live" und "A Change of Season: The Crimson Sunset", gefolgt von einem angedeuteten "A Fortune in lies".

Für mich war es das einzige DT-Konzert dieses Jahr. Im Herbst kommen sie mit Opeth, Beardfish und unexpect auf großer "Progressive Nation"-Tour wieder. Seltsamerweise sind die Tickets güntiger als die für die Sommertour.
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Overburn hat Folgendes geschrieben:

Neal Morse als Vorband war das Highlight des Abends. Er war richtig gut aufgelegt. Größter Gänsehautmoment war das Duett mit seinem Sohn (Cradle to the grave). Beim abschließenden Lifeline ist er dann erstmal ins Publikum gerannt und hat ausgiebig Umarmungen verteilt. Dieser Mann lebt seine Musik.



Ihhh. Smile
Sorry Overburn, aber ich hasse diesen Song. Und Umarmungen finde ich, obwohl ich ja auch echt Neal Morse Fan bin, nun irgendwie unnötig und irgendwie....hmmm....schwul! Laughing
Also mittlerweile vermute ich, dass Neal irgendwann mal eine Sekte wie Jones Town gründet wo sich alle lieb haben und irgendwann zum Massenselbstmord aufruft, weil Gott im das befahl.
Laughing

Sorry, war etwas sarkastisch.
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Overburn



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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ist alles Geschmackssache. Ich mag Künstler die so authentisch rüberkommen. Und Neal zwingt niemanden etwas auf! Mir ist das lieber als manch andere Band die sich nicht ums Publikum kümmert. Aber wie gesagt ist alles Geschmackssache und wenn man es nicht mag muss man es nicht mitmachen (respektive einfach keine CDs mehr kaufen).
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ist richtig Overburn.
Ich mag das auch lieber. War ja eben auch nur ein Flax. Smile
Aber Neal übertreibt mit seiner Gefühlsduselei auch gerne mal.
Die Konzerte sind ja auch sonst immer ein Erlebnis und zweifelslos geil.
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

ja. war jetzt auch mehr so ein fazit wie ich das gerade im fanclub erlebe. einige mitglieder sind da seit jahren maßlos enttäuscht von der band haben aber nicht die eier aus dem fanclub auszutreten. Trotzdem kaufen sie jede CD und können seltsamerweise auf den Konzerten auch jeden Song mitsingen. Sowas is in meinen Augen einfach strange.
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BeitragVerfasst am: 13.07.2009 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde "Black clouds and silver linings" ehrlich gesagt nicht soooo dolle. Die Scheibe fängt wirklich sehr gut an (auch wenn ich anfänglich dachte, ich hätte aus versehen Metallica eingelegt), wird ab der Mitte aber eher mittelmäßig und zieht sich teilweise sehr. Der letzte Song "The Count Of Tuscany" reisst es dann wieder raus und überzeugt in voller Länge (was bei 20 Minuten schon was heisst!)

"Black clouds and silver linings" kommt meiner Meinung nach an die Klasse von Octavarium, dass mein persönliches DT Lieblings-Album ist, nicht heran. Rein technisch ist es wie erwartet erstklassig, sehr gut gespielt und gespickt mit vielen guten Ideen. Im Gesamteindruck schwächelt es dann aber leider doch.
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BeitragVerfasst am: 13.07.2009 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist ja immer Geschmackssache.
Ich find da mpersönlich Octavarium eher mittelmäßig und langatmig. Smile

PS: wenn ich mir so diese Thread-Historie durchlese, ist da mit Neal-Morse- und DT_Konzert Reviews aber auch ne Menge OT drin, Overburn. Wink
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BeitragVerfasst am: 13.07.2009 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das Album braucht etwas Zeit um wirklich seine Wirkung zu entfalten. "The Count of Tuscany" macht wirklich viel Spaß.
Hat denn jemand von euch mal die Coverscheibe gehört? Die ist wirklich lohnenswert. Smile

@Mattef: naja es kommt immerhin DT drin vor und geht nicht in völlig fremde Gefilde...
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BeitragVerfasst am: 13.07.2009 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das Album nun einige Male gehört, und habe immer noch nicht den Zugang den ich z.B. bei Sytematic Chaos habe.
Ich stimme Kai zu; alles sehr gute Ideen; LaBrie sing besser als je zuvor; aber das Album zündet nicht durchweg, sondern nur an einigen Stellen.

Für mich ist auch der Sound der Scheibe - verglichen mit Sys.C. - ein Stück Richtung unecht. Sicherlich alles auf sehr hohem Nivau, aber bei der extremen Lautheit auf der CD drückt die Doublebass einfach nicht mehr, und es fehlt mir auch der gewisse "Dirt" der vom Schlagzeug ausgehen sollte.
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